Startseite
Aktuelles
Agrarpolitik
Brief- & Stadttauben
Fundtierrecht
Geflügelhaltung
Gentechnik
Heimtiere
Jagd und Fischerei
Pferd, Schaf, Strauß
Schlachten
Schächten
Sodomie
Stierkampf
Strafverfolgung
Tierethik
Tierfang
Tierfabriken
Tierschutzunterricht
Tierschutzpolitik
Tiertransporte
Tierversuche
Verbandsklagerecht
Vogelgrippe
WTO
Zirkustiere
Zootiere
PAKT e.V.
Impressum
Datenschutzerklärung

Nachruf an eine bewundernswerte Tierschützerin und Pädagogin
Zum Tod von Charlotte Probst (Tierschutz im Unterricht)

Charlotte Probst, die Gründerin des österreichischen Projektes "Tierschutz im Unterricht" ist am 29. Dezember 2019 gestorben. Wir trauern um sie gemeinsam mit vielen Menschen weltweit.

Bei Charlotte Probst und ihrem Verein hatte ich 2002 meine Ausbildung zur Tierschutzlehrerin gemacht und war schon damals beeindruckt von der Kraft, dem Engagement und den Erfolgen dieser engegierten Lehrerin. Arbeitslose Lehrer*innen waren von ihr damals zu Tierschutzlehrer*innen ausgebildet worden, die von Vereinen bezahlt und in Schulen geschickt wurden, etliche von ihnen übten diese Tätigkeit ehrenamtlich aus. In Deutschland entstand daraus die Gruppe der "TierschutzlehrerInnen", die man im Netz unter www.tierschutz-im-unterricht.de findet.

Charlotte orientierte sich zum Teil an Maria Montessori, von ihr übernahm sie ihren Wahlspruch: "Mit jedem Kind beginnt die Zukunft". Maria Montessori erkannte am Ende ihres Lebensweges, dass nicht allein der Erwerb von Kompetenzen, sondern auch Motivation für den Einsatz im Sinne eines friedlichen Miteinanders für Kinder wichtig ist. Ihr Sohn fügte daher ihrer "Methode" die "kosmische Erziehung" hinzu, die die Offenheit für die Schönheit der Erde, der Lebewesen und damit auch die Motivation zu ihrer Erhaltung fördert.

"Wenn Du weinst, hilft das keiner Maus", höre ich Charlotte in Gedanken sagen. Weinen im Unterricht - das geht gar nicht, auch wenn uns Charlotte generell ermutigte, unsere Gefühle zu zeigen: "Nur, wer Gefühle hat, kann sie auch bei anderen wecken!"

Charlotte freute sich über alle Menschen, die in ihrem Sinne handeln und Mitmenschen, nicht allein bei Kindern das Bewusstsein und die Empathie für unsere wunderbaren Mitgeschöpfe wecken und über alle, die für ihre Rechte, für die Achtung ihrer Bedürfnisse kämpfen.
 
In diesem Sinne werden wir weitermachen, gemeinsam mit so vielen Menschen an so vielen Orten, von denen etliche durch Charlotte inspiriert wurden.


Elisabeth Petras

 

to Top of Page