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Schächten “die politische Lage“

Unter den Regierungen Kohl wurde die Schächtpraxis per Duldung der Landesministerien Bayerns, Berlins und Hessens aus Gründen der Vergangenheitsbewältigung und des resultierenden amtlichen Schuldkomplexes vorbereitet und mit einem politischen Gerichtsurteil zum Ausnahmerecht für moslemische Gläubiger erhoben, das stellvertretend die Erlaubnis für die Schlachtpraxis jüdischer Orthodoxer nachträglich legalisierte, um von diesen den Druck  öffentlicher Empörung zu nehmen. Betäubungsloses Schächten ist ein archaischer Vorgang, der der europäischen Kultur fremd  und mit dieser nicht vereinbar ist.

Schächterlaubnisse werden in Deutschland ausschliesslich von Gläubigen muslemischer Religion gefordert und lassen sich interpretierbar variabel einschränken. Die Schächterlaubnisse für Muslime würden als Alibi für die jüdischen Orthodoxen dann entbehrlich, wenn letztere in einem Wandel zum Liberalismus nicht mehr auf dieser Praxis bestehen würden. Den Muslimen schuldet Deutschland rein garnichts.  

Die streng orthodoxe, starrköpfige, Einstellung der maßgeblichen Vertreter des Zentralrats der Juden sieht sich ausserstande, ihre Standpunkte in dieser Sache zu liberalisieren und fürchtet einerseits eine Lockerung mit einhergehendem Verlust disziplinarischer interner Ordnung und eine Aufwertung der Opposition in den eigenen Reihen, die durchaus in großem Umfang vorhanden ist und lediglich bar nennenswertem medialem Einfluss einen vernachlässigbaren Wert suggeriert. Das gilt sowohl für Deutschland  als auch für Österreich und lässt sich durch die Intoleranz und  Enge der manifestierten Basisideologie insbesonders der öffentlich-rechtlichen Medienanstalten erklären.

Ausgehend von einer politischen Gerichtsbarkeit oberhalb der Oberlandesgerichtsebenen erscheint der tierrechtliche Kampf auf juristischer Ebene solange aussichtslos, als die Doktrin der deutschen Verpflichtung aus historischer Vergangenheit nicht durch den Wunsch der Normalisierung zwischen beiden Völkern abgelöst wird, die aus dem genannten Grund sowohl von der Ostküste wie ebenfalls seitens des offiziellen Israel unerwünscht ist und abgelehnt wird. Zumindest von den offiziellen Stellen mit Alleinvertretungsanspruch und den hiesigen servilen Politik- und Medienseilschaften, die sich aus dem status quo privaten Nutzen versprechen oder einer verschrobenen Ideologie des Selbsthasses verhaftet sind.

Schächten ist somit zur Institution geworden. Zur erklärten Staatsräson in Stellvertretung. Schächten wird als Voraussetzung zur Erhaltung der Macht verschiedener Interessengruppen in Kauf genommen und erlaubt ein Abbild der involvierten Charaktere, die zumindest als ausserordentlich skrupellos bezeichnet werden dürfen. Schächten ist überdies das Instrument, eine unerwünschte, weil unprofitable Normalisierung zu verhindern.

Bar Einfluss und Stimme bleibt dem Tierschutz kaum mehr als das Prinzip der Hoffnung. Auf politischer Ebene können wir von der gegenwärtigen Regierungskoalition und Opposition allenfalls marginale Fortschritte ohne grundsätzliche Bedeutung auf mittelfristige Sicht erwarten. Ein Dialog mit den Vertretern des Zentralrats wird uns beharrlich verwehrt. Medial werden wir tabuisiert. Der Generationenwechsel in den Medien lässt auf sich warten und muss nicht unbedingt unverkrampfter ausfallen. Wahlpolitisch sind wir solange unbedeutend, als die Tierschutzpartei nicht mit wenigstens drei Prozent aufwarten kann. Dennoch ist ein Weiter wie bisher unerlässlich, um zumindest ein geringes Protestpotential zu erhalten und zu nähren. Überdies müssen neue Konzepte entwickelt werden wie vorbehaltlose Kontaktaufnahme und Pflege zur jüdischen Opposition und zu den muslimischen Vertretungen, ebenso Kontaktaufnahme und Pflege mit der jeweiligen Basis der Unionsparteien und der FDP, um von unten allmählich einen Erwartungsdruck aufzubauen. Schaffung eines elektronischen Nachrichtenkurzbriefes mit wöchentlicher Erscheinung und Zielgruppe ausserhalb des Tierschutzspektrums, dessen Finanzierung der Tierschutzfonds mittelfristig übernehmen könnte. Wirkung auf die Vereine, sich der Werbung zu erinnern, um durch prägnante Kurzgestaltungen Tierschutz in das öffentliche Tagesbewusstsein zu befördern.

Wir müssen uns bewusst sein, dass Schächten in Deutschland solange Institution bleiben wird, als der Zentralrat der Juden sich nicht einsichtig zeigt. 

Spielen wir alle Parteien intelligent gegeneinander aus.
Bernd-Wolfgang Meyer

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