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Aktuelle Einführung in die Probleme und Erfordernisse der Heimtiere

 

Heimtierhaltung und Zoohandel

Das Hintanstellen der Heimtiere - mit etwa 140 Millionen Tieren die zweitgrößte von Menschen gehaltene Gruppe von Tieren nach den landwirtschaftlichen "Nutztieren" - ist angesichts des boomenden Heimtiermarktes mit neuen Exotenhandlungen und Discountangeboten in Stadt und Land sowie der Bedeutung, die die Heimtierhalung für die Prägung des Mensch-Tier-Verhältnisses hat, nicht zu verantworten. Exotische Wildtiere werden als Heimtiere immer beliebter. Dieser Trend hat fatale Folgen für die Wildtierbestände, weil noch immer ein Großteil der gehandelten Tiere der Natur entnommen wird. Auf der Konferenz des Washingtoner Artenschutzübereinkommens im Oktober 2004 lagen zahlreiche Schutzanträge für Arten vor, die durch den boomenden Exotenhandel bedroht sind.

Leider sind weder von staatlicher Seite noch von Seiten der größeren Tierschutzorganisationen Konzepte und Aktionen gegen diese bedrohliche Situation zu vernehmen. Wobei daran zu erinnern ist, dass das Bündnis 90/Die Grünen Anfang der 90er Jahre unter dem Titel "Ein Käfig ist kein Lebensraum" zwei vorzügliche Ausarbeitungen zu diesem Thema veröffentlichte. An diesen Texten wird deutlich, wie wichtig der Partei die Problematik von Heimtierhaltung und Zoohandel einmal war. Doch seitdem ist nichts geschehen. Die in den genannten beiden Veröffentlichungen aufgeführten Forderungen sollten wieder auf die Tagesordnung: "Eine gesetzlich verankerte Positivliste, gesetzlich verankerte tiergerechte Haltungsverordnungen für die darin aufgeführten domestizierten Tiere, ein wirksames Verbot der Haltung und Zucht von Wildtieren zu privaten oder kommerziellen Zwecken, strenge Kontrolle von Zoohandlungen durch staatliche Organe, Fachkundenachweis und regelmäßige Prüfungen für Betreiber und Personal der Heimtierbranche, unabhängige Kontrollinstanz für unbedenkliche und tiergerechte Zubehörprodukte, gesetzlich verankerte artgemäße Tiertransportnormen, Fachkundenachweis für Halterinnen und Halter."

Dringend erforderlich ist ein entsprechendes einsetzendes Engagement der Tierschutzorganisationen, ungeachtet des offenbar hindernden Umstandes, dass Mitglieder dieser Organisationen selbst Heimtiere halten.

Die Bedingungen bei Handel, Transport, Haltung und Zucht müssen im Sinne der oben zitierten Forderungen bundeseinheitlich geregelt werden. (Näheres => "Heimtierhaltung und Zoohandel")

Da die Bedingungen auf Tier-Börsen denen eines Flohmarktes gleichen und die Tiere dort oft unter katastrophalen Bedingungen von einem Laien an den nächsten verkauft werden, sollten diese verboten werden, zumindest ist eine Verordnung erforderlich, EU-weit eine Richtlinie. Die Bedingungen bei Handel, Transport, Haltung und Zucht müssen im Sinne der oben zitierten Forderungen bundeseinheitlich geregelt werden.

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